Grundsätze

Eure Kinder sind nicht eure Kinder. Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber. *

Bereits im Kleinkindalter entsteht das Bedürfnis nach sozialen Kontakten außerhalb des vertrauten Elternhauses.

Kontakte zu anderen Kindern erweitert die sozialen Beziehungen sowie den Erfahrungsraum. Grundvoraussetzung für die Fähigkeit, sich neuen Dingen und Menschen zu öffnen, ist das Gefühl des Versorgtseins, Geliebtseins, Angenommenseins und die daraus erwachsende Geborgenheit und emotionale Sicherheit beim Kind.

In erster Linie wird dieses Vertrauen zu sich selbst und der Umwelt im Elternhaus erworben. In der Spielgruppe soll es erweitert werden. Deshalb erachten wir es als wichtig, dass die Kinder innerhalb eines überschaubaren Rahmens (begrenzte Anzahl von Kindern, wohnungsähnlicher Gruppenraum), die Welt um sich herum erkunden können. Dabei möchten wir ihnen Lob und Anerkennung geben, um sie in ihrem Tun zu bestärken. Dazu gehört auch, den Kindern genügend  Freiräume für eigenständiges Denken und Handeln zu geben.

z.B.

  • beim selbständigen An- und Ausziehen von Schuhen und Jacken,
  • im Decken des Frühstückstisches,
  • in der Auseinandersetzung mit Spielkameraden,
  • bei der Entscheidung, was und mit wem es spielen möchte,
  • im Äußern von Bedürfnissen.

Beim Zusammensein mit anderen Kindern entstehen Beziehungen. Dies ist auch der Entwicklung des Sozialverhaltens förderlich. Immer wieder gibt es Situationen, in denen Kinder einander trösten oder helfen, sich aber auch streiten und wieder versöhnen. Ebenso erfahren sich die Kinder durch gemeinsame Erlebnisse (Stuhlkreis, gemeinsames Frühstück usw.) als Teil einer sozialen Gemeinschaft.

Dazu gehört auch, den Kindern Grenzen zu setzen, die sie verstehen und sie in ihrer Würde nicht verletzen. Außerdem legen wir Wert auf einen freundschaftlichen und respektvollen Umgangston.

 

 * Zitat aus Khalil GibranUnsere Kinder

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